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  1. kinetisches Stilleben

    Akademie der Künste, Berlin, 1998
    Im klassischen Stilleben triumphiert das Rohe vor dem gekochtem. Das Prozeß-
    hafte des Kochens, der Gahrungsprozeß kommt nur selten zur Darstellung. Ein gutes Rezept und dessen strikte Befolgung machen noch kein gutes Essen. Der Klang des Zerteilens, Schneidens, Schabens, Reinigens und Kochens erfliegt. Fällt ein Wassertropfen in heißes Fett verändert sich der Klang, der an das Ohr des Koches dringt schlagartig. Anbraten findet neben dünsten statt. Wie der Geschmack sich mischt und verfeinert, die Konsistenz fester oder weicher wird, wird auch der Klang moduliert. „Betrachten“ wir den Klang isoliert vom Bild, ist nicht sofort aus zumachen, ob es sich um das Wenden eines Bratens oder das Surren einer Salatschleuder handelt. Brauchte das her-
    kömmliche Stilleben zur Darstellung von Wein immer das Glas oder den Pokal, geht der Klang der Rohstoffe eine Verbindung mit dem der Geräte ein.

  2. Die fallenden Tropfen

    Galerie Peter Lang
    Speckshof
    Leipzig

    1992

    Ein Wassertropfen fällt aller halbe Minute auf ein Mikrofon und bringt das Wasser in den Lautsprecherkuppel in klein Fontänen zum Aufspritzen. Sechs der zwölf Kuppeln reagieren sofort auf das Aufschlagen des Tropfens. Zwei Gruppen von drei Kuppeln geben den Klang zeitverzögert frei.

  3. tanzende Eier

    Akademie der Künste
    Berlin

    1997

    64 Eier werden durch den fragmentarischen Sendersuchlauf eines Radios für wenigen Sekunden wellenartig in Bewegung gebracht.

  4. 37 Räume

    37 Räume • Kunstwerke Berlin e.V.

    1992

    Der Bambus auf der Lautsprechermembran wird durch einen kurzen Brummton zum Tanzen gebracht. Bambusstäbe auf flexibel gelagerten Motoren rotieren aller 27 Sek. zwischen den Glasscheiben.